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Besucher der Barmer Innenstadt klagen über die von der Stadt Wuppertal im Rahmen des Haushaltssicherungskonzepts vorgesehene Ausweitung der gebührenpflichtigen Parkzeiten auf einen Zeitraum von 8.00-20.00 Uhr (bisher 10.00-18.00 Uhr) und die ausufernde Verkehrsüberwachung durch zahlreiche Politessen in der Innenstadt.
Der Bestand an Politessen ist in den letzten Jahren deutlich erhöht worden, so dass es häufig auch bei kurzem Anhalten zu ärgerlichen Diskussion zwischen Bürgern und den Mitarbeiterinnen der Verkehrsüberwachung kommt.
Selbstverständlich ist es richtig, dass die Einhaltung der Rechtsvorschriften durch den Ordnungsdienst überwacht wird. Die Parkraumüberwachung in ihrer jetzigen Form schießt jedoch über das Ziel einer Verkehrsüberwachung hinaus, sie dient nach dem Eindruck vieler Bürger lediglich dazu, den Autofahrern auf schnellem Wege in die Tasche zu greifen.
Der Bürger- und Bezirksverein Barmen-Mitte e.V. spricht sich ausdrücklich gegen die exzessive Parkraumüberwachung aus. Viele Missstände in der Innenstadt wie Defizite bei der Sauberkeit, beim Winterdienst oder bei der Ahndung von alkoholisierten Störern werden von der Verwaltung und dem Kommunalen Ordnungsdienst nur zögerlich angegangen. Es kann nicht richtig sein, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nur dort massiv auftreten, wo man mühelos ins Portemonnaie der Bürger greifen kann.

Durch die geplante Ausweitung der gebührenpflichtigen Parkzeiten und die ausübende Verkehrsüberwachung werden Besucher der Barmer City im wahrsten Sinne des Wortes vertrieben. Viele Bürger reagieren darauf, indem sie Einkäufe in Discountern und Supermärkten erledigen, die sich in Gewerbegebieten am Rande der Stadt befinden. Die Wettbewerbsfähigkeit der in der Innenstadt ansässigen Geschäfte wird durch die übertriebene Parkraumüberwachung und geplante Parkgebührenerhöhungen gegenüber solchen Discountanbietern weiter verschlechtert. Wir fordern daher moderate Park- gebühren und die Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei der Parkraumüberwachung. |